Überblick
Lehrer-Lebensläufe haben einen besonderen Aufbau. Fächerkombination, Staatsexamen, Schulform und Klassenstufen sind die Eckdaten, die eine Schulleitung als erstes prüft. Viele Lebensläufe von Lehrkräften bleiben aber bei "Unterricht in den Fächern X und Y" stehen und vergessen die Zusatzqualifikationen, die den Unterschied machen.
Dieser Lebenslauf gehört Miriam Heisterkamp, einer Studienrätin für Deutsch und Geschichte an einem Gymnasium in Frankfurt am Main. Sie hat sieben Jahre Unterrichtserfahrung, leitet die Fachschaft Deutsch und hat ein Lese-Mentoring-Programm aufgebaut.
Das Profil: Fächer, Schulform, Zusatzaufgaben
Miriams Zusammenfassung nennt die Fächerkombination (Deutsch und Geschichte), die Schulform (Gymnasium), die Erfahrung (sieben Jahre), die Oberstufenbetreuung und die Zusatzaufgaben (Fachschaftsleitung, Ganztagskoordination). Das gibt der Schulleitung sofort ein vollständiges Bild.
Für Lehrkräfte gilt: Nenne zuerst deine Fächer und die Schulform. Dann die Klassenstufen und deine besonderen Aufgaben. Das ist die Reihenfolge, in der Schulleitungen denken.
Berufserfahrung: Wochenstunden, Abitur, Projekte
Miriams Bullets zeigen mehr als Unterricht:
"Unterricht in 22 Wochenstunden, davon 8 in der Oberstufe (Leistungskurs Deutsch)"
"Leitung der Fachschaft Deutsch mit 14 Lehrkräften - Erarbeitung eines neuen schulinternen Curriculums"
"Einführung eines Lese-Mentoring-Programms - Lesekompetenz in Pilotgruppen um 18 % verbessert"
Die Wochenstundenzahl zeigt den Umfang. Die Fachschaftsleitung zeigt Führung. Das Mentoring-Programm zeigt Initiative mit messbarem Ergebnis. Genau diese drei Ebenen sollte ein Lehrer-Lebenslauf abdecken: Lehre, Führung, Innovation.
Referendariat: Die entscheidende Station
Das Referendariat wird mit den wesentlichen Fakten beschrieben: 12 Wochenstunden eigenverantwortlicher Unterricht, Zweites Staatsexamen Note 1,6, fächerübergreifende Projektarbeit. Die Note des Zweiten Staatsexamens ist in vielen Bundesländern das wichtigste Einstellungskriterium. Nenne sie immer.
Ausbildung: Erstes Staatsexamen
Note 1,4 im Ersten Staatsexamen. Die wissenschaftliche Hausarbeit über Erinnerungskultur im Deutschunterricht zeigt didaktische Tiefe und ein Forschungsinteresse, das über den Standard hinausgeht.
Skills: Didaktik und Organisation
Die Skill-Liste umfasst Unterrichtsplanung, Abiturprüfungserstellung, Differenzierung und Inklusion, digitale Medien (Moodle, iPad-Klassen), Schulentwicklung und Klassenleitung. In der heutigen Schullandschaft sind digitale Kompetenzen kein Bonus mehr, sondern Erwartung.
Zertifikate und Fortbildungen
Zweites Staatsexamen und die Fortbildung zu digitalen Medien im Deutschunterricht. Für Lehrkräfte sind Fortbildungen ein wichtiger Karrierebaustein. Nenne sie, auch wenn sie kurz waren.
Extracurriculares: Theater-AG und Geschichtswerkstatt
Die Theater-AG mit 22 Schülern und drei ausverkauften Vorstellungen zeigt Engagement. Die Geschichtswerkstatt Frankfurt zeigt, dass Miriam ihr Fach auch ausserhalb der Schule lebt.
Checkliste für Lehrkräfte
- Nenne Fächer, Schulform und Klassenstufen
- Gib die Noten beider Staatsexamen an
- Beschreibe Zusatzaufgaben (Fachschaft, AG, Koordination)
- Zeige messbare Unterrichtserfolge
- Liste Fortbildungen und digitale Kompetenzen auf





