Überblick
Berufskraftfahrer-Lebensläufe sind oft zu kurz. Viele Fahrer denken, dass es nicht viel zu schreiben gibt. Aber ein Fuhrparkleiter oder Disponent, der 20 Bewerbungen vergleicht, will mehr sehen als "LKW gefahren". Unfallfreie Kilometer, Führerscheinklassen, ADR-Schein, Erfahrung mit bestimmten Ladungsarten und Fahrzeugtypen machen den Unterschied zwischen einer Bewerbung, die auf dem Stapel liegen bleibt, und einer, die zum Gespräch führt.
Dieser Lebenslauf gehört Ralf Draeger, Berufskraftfahrer mit elf Jahren Erfahrung aus Kassel. Er fährt aktuell 40-Tonner-Sattelzüge für Dachser im internationalen Fernverkehr, war vorher bei Hellmann im Stückgutverkehr und bei Edeka in der Filialbelieferung.
Die Zusammenfassung: Kilometer, Erfahrung, Qualifikationen
Berufskraftfahrer mit elf Jahren Erfahrung im nationalen und internationalen Fernverkehr. Fahre aktuell für Dachser 40-Tonner-Sattelzüge auf der Achse Deutschland-Benelux-Frankreich - rund 120.000 km pro Jahr unfallfrei. Erfahren im Gefahrguttransport (ADR) und in der Ladungssicherung nach VDI 2700.
120.000 km unfallfrei. Das ist die wichtigste Zahl in einem Fahrer-Lebenslauf. Dazu ADR und VDI 2700 als Qualifikationen. Drei Sätze, alles drin.
Berufserfahrung: Mehr als nur fahren
Fernverkehr bei Dachser
Durchschnittlich 120.000 km pro Jahr unfallfrei gefahren - seit Eintritt 0 Schadensfälle
Regelmäßiger Transport von ADR-Gefahrgut (Klassen 3 und 8)
Eigenständige Ladungssicherung nach VDI 2700 für 45+ verschiedene Ladungstypen
Dieselverbrauch konstant 2,8 l unter Flottendurchschnitt durch vorausschauende Fahrweise
Null Schadensfälle seit Eintritt ist das stärkste Argument. Der Dieselverbrauch unter Flottendurchschnitt zeigt wirtschaftliches Fahren. 45 verschiedene Ladungstypen zeigen Vielseitigkeit.
Nahverkehr bei Hellmann
Tägliche Zustellung an 8-12 Kunden im Raum Niedersachsen/NRW
Auszeichnung als "Fahrer des Jahres 2019" am Standort Osnabrück
Die Auszeichnung ist ein Detail, das viele Fahrer weglassen würden. Aber sie zeigt Zuverlässigkeit und gutes Kundenfeedback. Wenn du mal eine Auszeichnung oder Anerkennung bekommen hast, schreib sie rein.
Kühllogistik bei Edeka
Belieferung von 14 Filialen pro Tour mit temperaturgeführten Transporten
Einhaltung der Kühlkette bei -18 °C bis +7 °C - null Beanstandungen bei Kontrollen
Temperaturgeführte Transporte sind eine Spezialkompetenz. Null Beanstandungen bei Kontrollen zeigt Sorgfalt.
Scheine und Zertifikate: Alles auflisten
- Führerschein Klasse CE
- ADR-Schein (Basiskurs + Aufbaukurs Tank)
- Weiterbildung nach BKrFQG (Module 1-5)
- Gabelstaplerschein
Im Transportbereich sind Scheine die harte Währung. Der Führerschein CE ist die Basis. Der ADR-Schein mit Aufbaukurs Tank öffnet die Tür zu Gefahrguttransporten, die besser bezahlt werden. Die BKrFQG-Module sind Pflicht, aber nenne sie trotzdem mit Gültigkeitsdatum. Und der Gabelstapler zeigt, dass du auch beim Be- und Entladen selbstständig arbeiten kannst.
Tipp: Nenne immer die Gültigkeitsdaten. Ein abgelaufener ADR-Schein bringt nichts.
Das Projekt: Eco-Driving mit Ergebnis
Schulung und Anwendung von Eco-Driving-Techniken über 12 Monate. Dieselverbrauch um 6,3 % gegenüber Vorjahr gesenkt. Ergebnisse flossen in die Schulung für 120 Fernverkehrsfahrer am Standort ein.
6,3 % weniger Diesel über ein ganzes Jahr. Bei den Kraftstoffkosten eines Sattelzugs ist das eine Einsparung von mehreren tausend Euro. Und die Tatsache, dass die Ergebnisse in eine Schulung für 120 Fahrer eingeflossen sind, zeigt, dass er als Vorbild wahrgenommen wurde.
Skills: Technisch und praktisch
Die Skill-Liste enthält unter anderem "Digitaler Tachograf & Lenk-/Ruhezeiten" und "Kundenorientierte Zustellung". Beides sind Punkte, die Disponenten wichtig sind. Wer die Lenk- und Ruhezeiten sauber einhält, verursacht keine Bußgelder. Wer bei der Zustellung freundlich ist, sorgt für zufriedene Kunden.
Warum das Graphite-Template hier passt
Einfach, klar, gut lesbar. Kein Schnickschnack, keine Farben. Viele Speditionsunternehmen nutzen noch einfache Bewerbungseingänge per Mail. Ein sauberes PDF, das auf jedem Drucker gut aussieht, ist hier die beste Wahl.
Ein Wort zum Schluss
Ralf nimmt jährlich am ADAC-Fahrsicherheitstraining für LKW-Fahrer teil. Das ist kein Pflichttermin, sondern freiwillig. Es zeigt einem Fuhrparkleiter: Dieser Fahrer investiert in seine eigene Sicherheit. Wenn du an Weiterbildungen oder Trainings teilnimmst, die über das Pflichtprogramm hinausgehen, gehören sie in den Lebenslauf.



