Überblick
Medizinische Fachangestellte sind das Rückgrat jeder Arztpraxis. Trotzdem sehen viele MFA-Lebensläufe gleich aus: "Blutentnahme, EKG, Empfang." Das beschreibt zwar den Beruf, aber nicht die Person. Praxisinhaber wollen wissen: Wie viele Patienten betreust du täglich? Welche Diagnostik kannst du eigenständig? Welche Software beherrschst du?
Dieser Lebenslauf gehört Nadia Reinhardt, einer MFA mit zwei Jahren Berufserfahrung in einer internistischen Gemeinschaftspraxis in Hamburg. Sie betreut täglich über 80 Patienten und führt eigenständig EKGs, Spirometrien und Blutentnahmen durch.
Das Profil: Fachrichtung, Patientenzahl, Software
Nadias Profil nennt die Fachrichtung (Innere Medizin), die Patientenzahl (über 80 täglich), die Diagnostikbereiche (Blutentnahme, EKG, Impfmanagement) und die Software (CGM TURBOMED). Das gibt einem Praxisinhaber in 10 Sekunden alle relevanten Informationen.
Für MFA gilt: Nenne die Fachrichtung deiner Praxis, deine tägliche Patientenzahl und die Diagnostik, die du eigenständig durchführst.
Berufserfahrung: Patientenzahlen und Diagnostik
Nadias Bullets zeigen den Praxisalltag mit Zahlen:
"Empfang und Terminkoordination für täglich über 80 Patienten"
"Eigenständige Durchführung von Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG und Spirometrie"
"Blutentnahmen und Infusionsvorbereitungen - durchschnittlich 25-30 pro Tag"
80 Patienten, 4 verschiedene EKG-Arten, 25-30 Blutentnahmen. Das sind konkrete Zahlen, die zeigen, dass Nadia routiniert arbeitet und ein hohes Arbeitsvolumen bewältigt.
Die Ausbildungsstelle bei Dr. Petersen ergänzt mit Abrechnungserfahrung (EBM/GOÄ), Laborarbeit und Patientenaufnahme. Die Scheinzahl der Praxis (1.500 pro Quartal) gibt zusätzlichen Kontext.
Skills: Diagnostik und Verwaltung
Die Skill-Liste deckt beide Seiten der MFA-Tätigkeit ab. Medizinisch: EKG-Diagnostik, Blutentnahme, Spirometrie, Impfmanagement, Labordiagnostik. Administrativ: Abrechnung EBM/GOÄ, Praxisorganisation, Praxissoftware (mediatixx, CGM TURBOMED), Hygiene.
Gerade die Abrechnungskenntnisse sind ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Eine MFA, die EBM und GOÄ beherrscht, ist für jede Praxis wertvoll.
Zertifikate: Röntgenschein
Der Röntgenschein (Kenntnisse im Strahlenschutz) ist eine Zusatzqualifikation, die in vielen Fachpraxen gefragt ist. Wenn du weitere Qualifikationen hast (Wundversorgung, Diabetesassistenz, Praxismanagerin), nenne sie alle.
Das Projekt: Digitale Patientenakte
Die Umstellung auf die digitale Patientenakte zeigt Initiative: 4.200 Akten migriert, 5 Kolleginnen geschult, Papierverbrauch um 65 % reduziert. Auch in einer Praxis gibt es Projekte, die über den Alltag hinausgehen. Suche nach solchen Beispielen in deiner eigenen Erfahrung.
Checkliste für Medizinische Fachangestellte
- Nenne die Fachrichtung deiner Praxis und die Patientenzahl
- Liste die Diagnostik auf, die du eigenständig durchführst
- Zeige deine Abrechnungskenntnisse (EBM, GOÄ, Privat)
- Nenne die Praxissoftware, mit der du arbeitest
- Beschreibe Zusatzqualifikationen und Fortbildungen









