Überblick
Im Malerhandwerk zählt die praktische Erfahrung. Trotzdem entscheidet der Lebenslauf oft darüber, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, besonders bei grösseren Betrieben oder Baustellen mit mehreren Gewerken. Viele Maler-Lebensläufe beschreiben nur "Maler- und Tapezierarbeiten" und lassen die Spezialisierungen weg, die den Unterschied machen.
Dieser Lebenslauf gehört Tobias Kronberger, einem Maler und Lackierer mit drei Jahren Gesellenerfahrung in Augsburg. Er arbeitet bei einem Malerbetrieb, der Privat- und Gewerbekunden bedient, und hat sich auf Fassadensanierung und WDVS (Wärmedämmverbundsysteme) spezialisiert.
Das Profil: Spezialisierung und Verfügbarkeit
Tobias nennt im Profil seinen Gesellenbrief, die Berufserfahrung, die Schwerpunkte (WDVS, Lackierarbeiten, Fassadensanierung) und den Führerschein Klasse B. Der Hinweis auf Führerschein und eigenes Fahrzeug ist im Handwerk keine Nebensache. Viele Baustellen sind nur mit dem Auto erreichbar.
Berufserfahrung: Flächen und Qualität
Tobias' Bullets sind konkret:
"Selbstständige Betreuung von 3-4 Baustellen pro Woche mit termingerechter Fertigstellung"
"Fassadensanierung und WDVS-Montage an 12 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 8.400 m² Fläche"
"Reklamationsquote von unter 1,5 % über den gesamten Beschäftigungszeitraum"
Die Quadratmeterzahl zeigt den Umfang der Arbeit. Die Reklamationsquote zeigt die Qualität. 3-4 Baustellen pro Woche zeigt die Selbständigkeit. In der Personalauswahl suchen Handwerksbetriebe nach Gesellen, die eigenverantwortlich arbeiten können.
Die Station bei Raumgestaltung Schober in München bringt zusätzliches Profil: Hotelsanierung (86 Zimmer in 14 Wochen), Spachteltechniken, Stuccolustro. Das zeigt, dass Tobias auch anspruchsvolle dekorative Arbeiten beherrscht.
Ausbildung: Gesellenbrief und Note
Die Ausbildung mit Gesellenprüfung Note 1,8 und Schwerpunkt auf dekorativen Techniken. Im Handwerk ist die Gesellenprüfungsnote ein solider Qualitätsnachweis. Nenne sie.
Skills: Handwerk und Sondertechniken
Die Skill-Liste umfasst die Basisarbeiten (Innen- und Aussenanstriche, Tapezieren) und die Spezialisierungen (WDVS, Farbmischung, Fassadensanierung). Dazu kommen organisatorische Fähigkeiten: Aufmass, Kalkulation, Kundenberatung. Das zeigt, dass Tobias nicht nur ausführt, sondern auch mitdenkt.
Zertifikate: Gesellenbrief und Asbest-Sachkunde
Der Gesellenbrief der HWK Schwaben ist die Grundlage. Die TRGS 519 Asbest-Sachkunde ist ein Spezialzertifikat, das bei Sanierungsarbeiten an Altbauten oft verlangt wird. Solche Zusatzqualifikationen können bei der Auftragsvergabe den Ausschlag geben.
Das Projekt: Fassadensanierung Wohnanlage
4 Gebäude, 3.200 m² Fassadenfläche, WDVS mit 160 mm Mineralwolldämmung, 8 Tage vor Frist fertig. Das Projekt zeigt, dass Tobias grössere Bauvorhaben koordinieren und termingerecht abschliessen kann.
Checkliste für Maler und Lackierer
- Nenne deinen Gesellenbrief und die Prüfungsnote
- Zeige Flächen in Quadratmetern und Anzahl der Objekte
- Beschreibe Spezialisierungen (WDVS, Stucco, Airless)
- Liste Sonderzertifikate auf (Asbest, Gerüstbau)
- Erwähne Führerschein und eigenes Fahrzeug





