Überblick
Ein Produktionsleiter wird an OEE, Ausschuss, Durchlaufzeit und Personalführung gemessen. Das sind die vier Säulen, die in den Lebenslauf gehören. Wer nur "Leitung der Produktion" schreibt, verschenkt die Chance, seine Führungskompetenz mit harten Fakten zu belegen.
Dieser Lebenslauf gehört Rainer Stockhammer, einem Produktionsleiter mit zehn Jahren Erfahrung in der Automobilzulieferindustrie. Bei Schaeffler verantwortet er ein Werk mit 320 Mitarbeitenden und 78 Mio. EUR Jahresumsatz. Vorher hat er bei Continental die Bremsfertigung geleitet.
Das Profil: Werk, Team, Umsatz
Rainers Profil nennt die drei Eckdaten eines Produktionsleiters: 320 Mitarbeitende, 78 Mio. EUR Umsatz und die OEE-Steigerung um 14 Prozentpunkte bei Continental. Dazu die Branche (Automobilzulieferer) und die beiden Arbeitgeber (Schaeffler, Continental).
Für Produktionsleiter gilt: Nenne Mitarbeiterzahl, Umsatz und dein bestes Ergebnis im Profil. Das sind die drei Zahlen, die ein Werkleiter sehen will.
Berufserfahrung: Lean in Zahlen
Bei Schaeffler zeigen die Bullets die volle Breite:
"OEE von 72 % auf 84 % gesteigert durch Einführung von TPM und Shopfloor-Management"
"Ausschussrate um 38 % gesenkt - Einsparung von 1,9 Mio. EUR pro Jahr"
"Investitionsprojekt für neue CNC-Linie (Budget 4,2 Mio. EUR) geplant und termingerecht umgesetzt"
OEE, Ausschuss, Investition. Drei verschiedene Dimensionen der Produktionsleitung, jede mit konkretem Ergebnis.
Bei Continental geht es um Lean-Transformation: 24 Kaizen-Workshops, Durchlaufzeit um 27 % verkürzt, 0-km-Fehler um 45 % reduziert, KVP-System mit 140 Verbesserungsvorschlägen. Bei ThyssenKrupp Presta der Schichtleiter-Einstieg: 48 Mitarbeitende, SMED, Rüstzeiten um 34 % reduziert.
Karriereweg: Vom Schichtleiter zum Werkleiter
Rainer zeigt eine klassische Produktionskarriere: Schichtleiter (48 MA), Fertigungsleiter (180 MA), Produktionsleiter (320 MA). Mit jeder Stufe wächst die Verantwortung. Diese Progression ist für Produktionspositionen das stärkste Karriere-Argument.
Skills: Lean und Systeme
Lean Management, TPM, Shopfloor-Management, SAP PP, MES-Systeme, OEE-Analyse, KVP, SMED, IATF 16949, Arbeitssicherheit. Die Mischung aus Lean-Methoden, IT-Systemen und Qualitätsstandards zeigt einen modernen Produktionsleiter.
Zertifikate: Black Belt und Meister
Lean Six Sigma Black Belt (TÜV Süd), Industriemeister Metall (IHK) und Sicherheitsbeauftragter. Der Black Belt ist in der Automotive-Zulieferindustrie ein anerkanntes Signal für Methodenkompetenz. Der Meisterbrief zeigt die handwerkliche Basis.
Projekte: TPM-Einführung und Lean-Transformation
Die TPM-Einführung bei Schaeffler (20 Monate, OEE von 72 auf 84 %, 48 autonome Wartungspläne, ungeplante Stillstände -52 %) und die Lean-Transformation bei Continental (24 Workshops, Durchlaufzeit -27 %, Fehlerrate -45 %) sind die beiden Leuchtturmprojekte. Solche langfristigen Veränderungsprojekte zeigen, dass Rainer nicht nur reagiert, sondern systematisch verbessert.
Checkliste für Produktionsleiter
- Nenne Mitarbeiterzahl und Werks- oder Linienumsatz
- Zeige OEE-Steigerung und Ausschussreduktion
- Beschreibe Lean-Projekte (Kaizen, TPM, SMED) mit Ergebnissen
- Nenne Investitionsbudgets und deren Umsetzung
- Liste Lean-Zertifikate und Qualitätsstandards auf









