Überblick
HR-Manager stehen vor einem Paradox. Sie bewerten täglich Lebensläufe anderer, aber ihr eigener muss dieselben Qualitätskriterien erfüllen. Und gerade in der Personalabteilung fällt es auf, wenn der eigene Lebenslauf vage bleibt.
Dieser Lebenslauf gehört Katharina Voigt, einer Personalleiterin mit neun Jahren Erfahrung bei SAP, Siemens und Continental. Sie leitet ein HR-Team von 14 Mitarbeitern und betreut 1.800 Beschäftigte am Standort München. Ihre Schwerpunkte liegen in Organisationsentwicklung, Employer Branding und Vergütungsmanagement.
Das Profil: Verantwortung in Zahlen
Katharinas Zusammenfassung enthält drei Schlüsselzahlen: 9 Jahre Erfahrung, 14 HR-Mitarbeiter, 1.800 betreute Beschäftigte. Dazu die Unternehmensnamen SAP, Siemens und Continental. In wenigen Sätzen ist klar: Senior-Level, Konzernumfeld, breite Erfahrung.
Für HR-Profis gilt besonders: Was du von Bewerbern erwartest, musst du selbst vorleben. Konkrete Zahlen, keine Buzzwords.
Berufserfahrung: HR-Arbeit messbar machen
Viele HR-Lebensläufe bleiben im Vagen: "Verantwortlich für Personalthemen." Katharina zeigt, wie es besser geht:
"Einführung eines neuen Vergütungsmodells - Mitarbeiterzufriedenheit im Bereich Vergütung stieg um 23 Prozentpunkte"
"Senkung der Fluktuationsrate von 14,2 % auf 8,7 % innerhalb von zwei Jahren"
"Time-to-Productivity neuer Mitarbeiter von 4,5 auf 2,8 Monate reduziert"
Das sind die Metriken, die ein CHRO oder Geschäftsführer sehen will. Fluktuation, Zufriedenheit, Time-to-Productivity, Recruiting-Zahlen. Wenn du HR-Verantwortung trägst, hast du Zugang zu diesen Daten. Nutze sie.
Der Siemens-Abschnitt: Reorganisation
Bei Siemens hat Katharina eine Reorganisation mit drei Abteilungszusammenlegungen begleitet. Der Interessenausgleich wurde in drei Monaten verhandelt, 840 Mitarbeiter waren betroffen. Das zeigt eine Kompetenz, die nicht jeder HR-Manager mitbringt: arbeitsrechtlich komplexe Situationen souverän steuern.
Skills: Breite und Tiefe
Die Skill-Liste reicht von Personalstrategie über Arbeitsrecht und Betriebsverfassungsrecht bis zu SAP SuccessFactors und Workday. Employer Branding, Change Management, Talent Management und Personalcontrolling runden das Bild ab.
Für HR-Manager ist es wichtig, sowohl die strategische als auch die operative Seite zu zeigen. Wer nur "Strategie" schreibt, klingt abgehoben. Wer nur Systeme nennt, wirkt zu operativ. Die Mischung macht den Unterschied.
Zertifikate: International und methodisch
Die Prosci Change Management-Zertifizierung und der SHRM-SCP sind international anerkannt. Für HR-Manager in Konzernen mit internationalen Strukturen sind solche Zertifikate ein echter Pluspunkt. Sie zeigen, dass die Fachkompetenz über die deutsche Arbeitsrechts-Brille hinausgeht.
Projekte: Employer Branding mit Zahlen
Der Employer-Branding-Relaunch bei SAP wird mit harten Zahlen unterlegt: 12 Testimonials, 2,3 Mio. LinkedIn-Impressions, Bewerbungseingang plus 37 %, Glassdoor von 3,6 auf 4,2 Sterne. Für HR-Führungskräfte sind solche Projekte die beste Visitenkarte.
Checkliste für HR-Manager
- Nenne die Anzahl der betreuten Mitarbeiter
- Zeige Fluktuations-, Zufriedenheits- und Recruiting-Kennzahlen
- Beschreibe arbeitsrechtlich komplexe Situationen
- Liste HR-Systeme und Methoden-Zertifikate auf
- Belege deine Employer-Branding-Arbeit mit Reichweiten



