Überblick
Backend-Entwickler-Lebensläufe haben ein wiederkehrendes Problem: Sie listen Technologien auf, aber beschreiben nicht, was damit gebaut wurde. "Java, Spring Boot, PostgreSQL, Kafka" steht bei hunderten Bewerbern. Was fehlt, ist der Kontext: Welches Problem hast du gelöst? Wie viele Nutzer oder Transaktionen? Was war vorher und was nachher?
Dieser Lebenslauf gehört Fabian Reithofer, Backend-Entwickler mit fünf Jahren Erfahrung aus Wien. Er arbeitet aktuell bei Klarna an der Zahlungsverarbeitung für den DACH-Markt, vorher hat er APIs bei A1 Telekom Austria entwickelt. Sein Stack: Java und Kotlin.
Die Zusammenfassung: Stack, Scale, Impact
Backend-Entwickler mit fünf Jahren Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung skalierbarer Systeme mit Java und Kotlin. Derzeit verantwortlich für die Zahlungsabwicklung bei einem österreichischen Fintech mit 230.000 monatlichen Transaktionen. Zuvor API-Entwicklung bei einem Telekommunikationsanbieter für 4,8 Millionen Kunden.
Keine Buzzwords, keine "Technologie-Affinität". Stattdessen: 230.000 Transaktionen pro Monat und 4,8 Millionen Kunden. Diese Zahlen zeigen die Grössenordnung, in der dieser Entwickler arbeitet.
Berufserfahrung: So beschreibst du Backend-Arbeit
Die aktuelle Stelle bei Klarna
Payment-Processing-Service in Kotlin aufgebaut, der 230.000 Transaktionen pro Monat verarbeitet
Ausfallsicherheit durch Event-Sourcing mit Kafka erhöht - 99,98 % Uptime über 18 Monate
Datenbank-Queries optimiert und Antwortzeiten von 420ms auf 85ms reduziert
Jeder Punkt folgt dem gleichen Schema: Was gebaut, welche Technologie, welches Ergebnis. Die Antwortzeit-Optimierung von 420ms auf 85ms ist besonders stark, weil sie ein konkretes Vorher-Nachher zeigt.
Die Stelle bei A1 Telekom
REST-APIs für Tarif- und Vertragsverwaltung entwickelt, genutzt von 4,8 Millionen Kunden
Batch-Verarbeitung für monatliche Abrechnungen implementiert - 12 Millionen Datensätze in unter 90 Minuten
Auch hier: nicht "APIs entwickelt", sondern APIs für 4,8 Millionen Kunden. Die Batch-Verarbeitung mit 12 Millionen Datensätzen zeigt, dass der Bewerber mit großen Datenmengen umgehen kann.
Das Praktikum bei Raiffeisen
Automatisierung von 14 manuellen Reporting-Prozessen in Python
Datenbankabfragen für das Risikomanagement um 45 % beschleunigt
Auch für ein Praktikum lassen sich Zahlen finden. 14 automatisierte Prozesse und 45 % schnellere Abfragen sind mehr als "Mitarbeit im Team".
Skills: Fokussiert statt endlos
Die Liste enthält zehn Technologien, klar gruppiert:
- Java & Kotlin
- Spring Boot & Micronaut
- PostgreSQL & Redis
- Apache Kafka
- Docker & Kubernetes
Keine 30 Einträge, keine Tutorial-Technologien. Das ist die Liste von jemandem, der täglich damit arbeitet. Die Paarung von Technologien (Spring Boot & Micronaut, PostgreSQL & Redis) zeigt Tiefe in verwandten Tools.
Zertifizierungen: Cloud und Container
- AWS Certified Solutions Architect - Associate
- Certified Kubernetes Application Developer (CKAD)
Beide Zertifizierungen sind in der Branche anerkannt und zeigen, dass der Bewerber über Code hinaus auch Infrastruktur versteht. Für Backend-Entwickler, die mit Cloud-Deployments arbeiten, sind solche Nachweise ein Pluspunkt.
Das Projekt: Payment Retry System
Analyse von 14 Monaten Transaktionsdaten zur Ermittlung optimaler Wiederholungszeitpunkte. 2,1 Millionen Euro an zuvor verlorenen Zahlungen im ersten Jahr zurückgewonnen. System verarbeitet 18.000 Retry-Versuche pro Woche.
2,1 Millionen Euro zurückgewonnen. Das ist eine Zahl, die auch ein nicht-technischer Personalverantwortlicher versteht. Das Projekt verbindet technische Tiefe (Datenanalyse, Retry-Logik) mit einem klaren Business-Impact.
Bildung: Kurz und prägnant
Bachelorarbeit über Skalierbare Event-Driven Architekturen im Finanzwesen. Abschlussnote: 1 (mit Auszeichnung).
Die TU Wien mit Auszeichnung ist stark. Das Thema der Bachelorarbeit passt direkt zum aktuellen Job. Wenn dein Studienthema zu deiner Zielstelle passt, hebe es hervor.
Warum das Platinum-Template hier funktioniert
Für technische Rollen ist ein sauberes, einspaltig wirkendes Layout die sicherste Wahl. Kein Recruiter und kein ATS hat Probleme damit. Das Platinum-Template ist professionell genug für einen Fintech-Kontext, aber nicht so konservativ wie ein reines Textlayout.
Extracurriculars: Mehr als ein Hobby-Abschnitt
Co-Organisator des Vienna Kotlin Meetup (45 Teilnehmer pro Veranstaltung) und Mentor bei DaVinciLab Wien (24 Workshops, 180 Teilnehmer). Das zeigt Community-Engagement und die Fähigkeit, technisches Wissen zu vermitteln. Beides sind Signale, die bei Tech-Unternehmen gut ankommen.











