Ueberblick
UX-Designer stehen vor einem Paradox: Sie gestalten Produkte fuer andere Menschen, aber ihr eigener Lebenslauf sieht oft aus, als haette niemand an die Nutzererfahrung gedacht. Was fehlt, sind messbare Ergebnisse. "Ich habe Wireframes erstellt" sagt nichts. "Die Abbruchrate im Checkout sank um 19 %" sagt alles.
Dieses Beispiel zeigt den Lebenslauf einer UX-Designerin mit vier Jahren Erfahrung. Sie arbeitet bei Roche in Basel an einer Pharma-Plattform mit 28.000 Nutzern, war vorher bei Digitec Galaxus (dem groessten Schweizer Onlineshop) und hat bei Swisscom ein Praktikum absolviert. Pharma, E-Commerce und Telekommunikation sind drei verschiedene Domaenen, aber in allen geht es um die gleiche Sache: Interfaces bauen, die Menschen gerne benutzen.
Die Zusammenfassung: Nutzer und Ergebnisse
Die Zusammenfassung nennt die Nutzerzahl (28.000 weltweit), den konkreten Erfolg (Conversion-Rate-Verbesserungen) und die wichtigste Einzelleistung des TikTok-aequivalenten Formats: Task-Completion-Rate-Steigerung und Design-System-Aufbau. Kein "kreativer Problemloeser" oder "nutzerzentrierter Gestalter". Stattdessen: Was wurde fuer wen gebaut und was hat es gebracht?
Tipp: Als UX-Designer solltest du in deiner Zusammenfassung immer die Nutzerzahl deines Hauptprodukts und ein messbares Ergebnis nennen. Das kann eine Conversion-Verbesserung, eine Reduktion von Support-Anfragen oder eine Steigerung der Task-Completion-Rate sein.
Berufserfahrung: Design-Ergebnisse messen
Bei Roche stehen vier Punkte: Redesign fuer 28.000 Nutzer in 14 Laendern, Usability-Tests mit 84 Teilnehmern (Task-Completion-Rate von 62 % auf 91 %), ein Design-System mit 48 Komponenten in Figma und die Zusammenarbeit mit 3 Entwicklerteams in agilen Sprints.
Bei Digitec Galaxus wurde der Checkout-Flow ueberarbeitet (Abbruchrate um 19 % gesenkt), 12 A/B-Tests konzipiert und die mobile Suchfunktion redesignt (Nutzungsrate der Filter um 34 % erhoeht). Das sind E-Commerce-Metriken, die jeder Product Owner versteht.
Das Praktikum bei Swisscom bringt 22 User-Research-Interviews und Prototypen fuer 3 neue Features. Auch kurze Stationen zeigen relevante Erfahrung.
Skills: Tools und Methoden
Figma und Sketch, User Research und Interviews, Usability Testing, Wireframing und Prototyping, Design Systems, Adobe Creative Suite, HTML und CSS (Grundlagen), A/B-Testing und Analytics, Barrierefreiheit (WCAG 2.1) und Agile (Scrum) und Design Thinking. Die Kombination aus Design-Tools, Forschungsmethoden und technischem Grundverstaendnis ist genau das, was Unternehmen suchen.
Das Redesign-Projekt
Das Labormanagement-Redesign bei Roche zeigt den kompletten Design-Prozess: Task-Completion-Rate von 62 % auf 91 % gesteigert, Support-Anfragen um 44 % reduziert und das Design-System wurde von 4 weiteren Roche-Plattformen uebernommen. Das ist ein Projekt, das Impact auf Unternehmensebene zeigt.
Was du mitnehmen solltest
Dieser Lebenslauf nutzt das Opal-Template, das visuell ansprechend ist, ohne den Inhalt zu ueberlagern. Fuer Design-Berufe ist ein Template mit etwas mehr visueller Persoenlichkeit eine gute Wahl.
Die Kernlektion: UX-Designer muessen ihren Impact in Nutzer-Metriken messen. Task-Completion-Rate, Abbruchrate, Support-Anfragen, Conversion Rate. Wer diese Zahlen im Lebenslauf hat, zeigt, dass Design nicht nur huebsch aussieht, sondern Geschaeftsergebnisse liefert.











