Überblick
Das Rechtsreferendariat ist die Brücke zwischen Studium und juristischer Berufspraxis. Partner in Kanzleien und Dezernenten in der Justiz achten auf die Examensnote, die Stationswahl und die praktischen Erfahrungen, die ein Referendar während der Ausbildung gesammelt hat. Ein Lebenslauf, der diese Punkte klar und strukturiert darstellt, ist der Schlüssel zu einer guten Wahlstation und späteren Anstellung.
Dieser Lebenslauf gehört Dr. Constantin Frey, Rechtsreferendar am OLG Bezirk Frankfurt. Er hat sein erstes Staatsexamen mit 10,4 Punkten abgeschlossen und absolviert derzeit seine Anwaltsstation bei einer internationalen Wirtschaftskanzlei.
Was diesen Lebenslauf auszeichnet
Constantin strukturiert seinen Lebenslauf entlang seiner Stationen und macht bei jeder klar, welche Aufgaben er übernommen hat. In der Zivilstation beim Landgericht Frankfurt hat er 14 Relationsgutachten erstellt und bei zwei Verhandlungen als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft fungiert. In der Verwaltungsstation beim Regierungspräsidium hat er drei Widerspruchsbescheide eigenständig verfasst, die alle bestandskräftig wurden.
Besonders stark ist die Beschreibung seiner aktuellen Anwaltsstation. Bei einer Kanzlei mit Schwerpunkt Gesellschaftsrecht hat er an einer M&A Transaktion mit einem Volumen von 85 Mio. Euro mitgewirkt und die Due Diligence für den arbeitsrechtlichen Teil geleitet. Er hat 120 Verträge geprüft und einen zusammenfassenden Bericht erstellt, den der federführende Partner als „exzellent" bezeichnete.
Seine wissenschaftliche Arbeit ergänzt das Profil. Die Promotion zum Thema „Haftung bei automatisierten Entscheidungssystemen" wurde mit magna cum laude bewertet und in einer renommierten Schriftenreihe veröffentlicht.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Für Rechtsreferendare ist die Examensnote wichtig, aber nicht alles. Zeige bei jeder Station konkret, was du getan hast: Wie viele Schriftsätze hast du verfasst? An welchen Verhandlungen hast du teilgenommen? Welche Projekte hast du eigenständig bearbeitet? Besonders die Anwalts und Wahlstation bieten Gelegenheit, sich zu profilieren. Wenn du an grossen Mandaten mitgearbeitet hast, nenne das Volumen und deinen konkreten Beitrag. Kanzleien wollen wissen, ob du unter Druck leistungsfähig bist und komplexe Sachverhalte strukturieren kannst.
























































































































































































































